Advanced Aviation Training
Instrumentenflugausbildung Advanced Aviation Training Bonn-Hangelar

Ausbildung

Instrumentenflugausbildung bei Advanced Aviation Training

Präzise, strukturiert und vollständig prozeduralisiert – orientiert an den Standards der professionellen Luftfahrt.

Instrumentenflug erfordert eine andere Art des Fliegens: präzise, strukturiert und vollständig prozeduralisiert. Unsere Ausbildung orientiert sich deshalb konsequent an den Standards der professionellen Luftfahrt.

Sie profitieren von:

  • Ausbildung durch erfahrene IFR-Piloten und Fluglehrer
  • strukturiertem Trainingsprogramm
  • intensiver Vorbereitung auf reale IFR-Operationen
  • Ausbildung im anspruchsvollen Luftraum rund um Köln/Bonn

Der Ausbildungsstandort ist der Flugplatz Bonn-Hangelar, der durch seine Lage im komplexen Luftraum ideale Bedingungen für eine realitätsnahe IFR-Ausbildung bietet.

Instrumentenflug eröffnet eine neue Dimension der Fliegerei. Wer diesen Schritt geht, erweitert nicht nur seine Möglichkeiten – sondern entwickelt auch eine deutlich höhere fliegerische Kompetenz.

Wer nach Instrumenten fliegen will, braucht mehr als nur die Berechtigung.

Instrumentenflugberechtigung – IR (A) für einmotorige Flugzeuge

Die Instrumentenflugberechtigung (IR) erweitert die Möglichkeiten eines Privatpiloten erheblich. Sie erlaubt es, ein Flugzeug nach Instrumentenflugregeln (IFR) zu führen – unabhängig von Sichtflugbedingungen und eingebunden in das strukturierte System des kontrollierten Luftverkehrs.

Für viele Pilotinnen und Piloten markiert der Instrumentenflug den Übergang von der klassischen Sichtfliegerei zu einer deutlich systematischeren und professionelleren Art des Fliegens. Flüge werden planbarer, wetterunabhängiger und operativ anspruchsvoller.

Bei Advanced Aviation Training GmbH bieten wir die Instrumentenflugausbildung ausschließlich für einmotorige Flugzeuge an.

Die IR (A) berechtigt zum Führen nach Instrumentenflugregeln bis zu einer Entscheidungshöhe von 200 ft in Flugzeugen der jeweiligen Klasse, in der die IR-Berechtigung besteht. Allgemein gilt: Die Berechtigung erlaubt das Führen nach Instrumentenflugregeln bis zu der entsprechenden Entscheidungshöhe (IR oder BIR) in Flugzeugen der jeweiligen Klasse.

Quelle: EASA, Commission Regulation (EU) No 1178/2011 – Part-FCL, Subpart G Instrument Rating.

Instrumentenflug – eine neue Dimension der Fliegerei

Während der Sichtflug (VFR) stark auf visuelle Orientierung und grundlegende Navigation ausgerichtet ist, basiert der Instrumentenflug vollständig auf Verfahren, Instrumenten und strukturierten Abläufen. Der Pilot bewegt sich innerhalb eines hochstandardisierten Systems aus:

  • IFR-Flugplanung
  • kontrollierten Lufträumen
  • standardisierten Abflug- und Anflugverfahren
  • präzisen Navigationsverfahren

Der Instrumentenflug verlangt daher nicht nur neue technische Fähigkeiten, sondern auch eine erweiterte Kompetenz im Bereich Entscheidungsfindung, Systemverständnis und Arbeitsorganisation im Cockpit. Gerade im Single-Pilot-Betrieb stellt IFR-Fliegen eine anspruchsvolle Tätigkeit dar.

Ausbildungsumfang

Die EASA schreibt für die CB-IR Ausbildung mindestens 40 Stunden Instrumentenflugausbildung vor. Ein Teil dieser Ausbildung kann im Simulator erfolgen.

Bereits vorhandene Instrumentenerfahrung kann teilweise angerechnet werden. Bei bereits erfolgter Instrumentenflugausbildung außerhalb einer Flugschule oder in einer anderen Flugschule hängt der anzuerkennende Ausbildungsumfang von der Dokumentation der bereits erfolgten Lerninhalte und dem Assessment Flug ab, in dem das aktuelle Kompetenzniveau des Bewerbers festgestellt wird. Daraufhin wird der restliche Trainingsbedarf ermittelt.

Für die BIR Ausbildung gibt es keine festgelegten Mindeststunden. Jedoch ist davon auszugehen, dass Piloten ohne Instrumentenflugvorerfahrung ebenfalls mindestens 40 Stunden Trainingsbedarf haben, da sich die praktischen Inhalte der Ausbildung nicht relevant von denen der CB-IR Ausbildung unterscheiden.

Quelle: EASA, Part-FCL Appendix 6 – IR (A) Competency Based Course.

Unser Ausbildungskonzept

Instrumentenflug erfordert eine Ausbildung, die Theorie, Verfahren und praktische Anwendung eng miteinander verbindet. Bei AAT basiert das Training deshalb auf einem klar strukturierten didaktischen Konzept. Jede Trainingsmission folgt dem Prinzip: Briefing – Mission – Debriefing.

Strukturierte Missionsvorbereitung

Die Vorbereitung jeder Flugmission erfolgt anhand sogenannter Mission Cards:

  • Übungsinhalte der Mission
  • definierte Lernziele
  • relevante Briefing-Themen

Zur Vorbereitung erhält der Schüler zusätzlich ein kompaktes Briefing-Handout, das die wichtigsten theoretischen Aspekte der jeweiligen Mission zusammenfasst. Für ausgewählte Trainingsinhalte stellen wir zusätzlich Videomaterial zur Verfügung.

Standardisierte Briefings

Vor jeder Flugmission erfolgt ein strukturiertes Briefing durch den Fluglehrer. Hier werden die entscheidenden theoretischen Inhalte vertieft und unmittelbar in den operationellen Kontext der bevorstehenden Mission gesetzt.

Praktische Umsetzung

Direkt im Anschluss wird das Briefing in der Flugmission umgesetzt. Diese unmittelbare Verbindung von Theorie und Praxis erzeugt eine besonders hohe Trainingstiefe.

Debriefing nach Facilitation-Prinzip

Nach jeder Mission erfolgt ein ausführliches Debriefing. Dabei werden zentrale Ereignisse der Mission, erfolgreiche Entscheidungen und Verbesserungsmöglichkeiten systematisch analysiert.

Transparente Kompetenzbewertung

Während der gesamten Ausbildung werden die einzelnen Übungen und Kompetenzen systematisch bewertet. Der Fluglehrer erstellt zusätzlich einen ausführlichen Debriefing-Kommentar. Dadurch erhält der Schüler jederzeit eine transparente Übersicht über seinen aktuellen Ausbildungsstand, vorhandene Stärken und mögliche Entwicklungsfelder.

Train to proficiency.

Kompetenzen im Single-Pilot-IFR

Besonders relevante EASA-Kompetenzbereiche:

  • Workload Management (WLM)

    Strukturierter Umgang mit Arbeitsbelastung im Single-Pilot-Cockpit

  • Flight Path Management – Automation (FPA)

    Effizienter Einsatz von Autopilot und Avionik

  • Flight Path Management – Manual (FPM)

    präzises manuelles Fliegen, Instrumentenscan, Pitch-&-Power-Techniken

  • Problem Solving & Decision Making (PSD)

    strukturierte Entscheidungsprozesse in komplexen Situationen

  • Knowledge (KNO)

    fundiertes Verständnis von Verfahren, Meteorologie und Systemen

Zwei Ausbildungswege zum Instrument Rating

Beide Berechtigungen ermöglichen IFR-Flüge mit einmotorigen Flugzeugen. Sie unterscheiden sich jedoch im Ausbildungsumfang und im Einsatzprofil.

Wesentlicher Unterschied

Mit einem CB-IR verfügt der Pilot über eine vollwertige Instrumentenflugberechtigung. Instrumentenanflüge dürfen bis zu den veröffentlichten Minima des jeweiligen Anflugverfahrens durchgeführt werden – beispielsweise bis zur Decision Height eines Präzisionsanflugs oder zur Minimum Descent Altitude eines Nichtpräzisions-Anflugs.

Beim BIR gelten zusätzliche Sicherheitsmargen bei den Anflugminima. Bei schlechteren Wetterbedingungen – insbesondere bei niedriger Wolkenuntergrenze – ist ein Anflug mit BIR unter Umständen nicht mehr zulässig, während er mit einem CB-IR noch durchgeführt werden darf.

Das BIR ist als vereinfachter Einstieg in den Instrumentenflug konzipiert, das CB-IR ermöglicht die vollständige operationelle Flexibilität im IFR-System.

Bei dem BIR handelt es sich um eine EASA-Berechtigung; die Rechte sind auf den Bereich der EASA-Mitgliedstaaten beschränkt. Das CB-IR ist in allen ICAO-Mitgliedstaaten anwendbar – also nahezu weltweit gültig.

Quelle: EASA, Part-FCL – Basic Instrument Rating (BIR) operational limitations, Amendment 2021.

Umschreibung ausländischer Instrumentenflugberechtigungen

Piloten mit Instrumentenflugberechtigungen aus Nicht-EASA-Staaten können unter bestimmten Voraussetzungen eine Umschreibung auf ein EASA-Instrument Rating durchführen. Berücksichtigt werden vorhandene IFR-Flugerfahrung, bestehende Ratings und theoretische Kenntnisse. Je nach Ausgangslizenz können zusätzliche Prüfungen oder Ausbildungsabschnitte erforderlich sein.

Quelle: EASA, Part-FCL – Conversion of Third Country Licences.

Ausbildungsstandort

Die Instrumentenflugausbildung erfolgt am Flugplatz Bonn-Hangelar. Der komplexe Luftraum der Region Köln/Bonn bietet ideale Voraussetzungen für eine realitätsnahe IFR-Ausbildung.

Unser Ziel ist nicht nur der erfolgreiche Abschluss einer Prüfung – sondern Pilotinnen und Piloten auszubilden, die Single-Pilot-IFR sicher, strukturiert und kompetent durchführen können.

Individuelles Beratungsgespräch

Welcher Ausbildungsweg – CB-IR oder BIR – für Sie der richtige ist, klären wir gerne persönlich anhand Ihrer Ziele und Vorerfahrung.