Ausbildung
Privatpilotenausbildung – PPL (A)
Der klassische Einstieg in die Welt der Fliegerei.
Die Privatpilotenlizenz PPL (A) ist der klassische Einstieg in die Welt der Fliegerei. Sie berechtigt dazu, einmotorige Flugzeuge privat zu führen und Passagiere mitzunehmen. Für viele Pilotinnen und Piloten ist sie der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft – für manche auch der erste Schritt in eine spätere berufliche Laufbahn in der Luftfahrt.
Bei Advanced Aviation Training GmbH steht die Ausbildung zum Privatpiloten für genau das, was unsere Schule auszeichnet: hohe Ausbildungsqualität, strukturierte Didaktik und eine Ausbildung durch erfahrene Profis aus der Luftfahrt.
Unser Anspruch ist es nicht, möglichst schnell durch ein Ausbildungsprogramm zu führen, sondern Pilotinnen und Piloten auszubilden, die ihr Flugzeug wirklich beherrschen.
Die Privatpilotenlizenz – was sie ermöglicht
Mit der PPL (A) dürfen Sie europaweit Flugzeuge der entsprechenden Klassen privat führen und Passagiere mitnehmen. Die Lizenz wird nach den Vorgaben der europäischen Luftfahrtbehörde EASA erteilt und ist in allen EASA-Mitgliedstaaten gültig.
Sie erlaubt unter anderem:
- Flüge mit einmotorigen, kolbenmotorbetriebenen Flugzeugen bis 2000 kg
- Mitnahme von Passagieren
- private Reisen innerhalb Europas
- Erweiterbar auf andere Flugzeugklassen, beispielsweise Turboprop oder zweimotorige Flugzeuge
- Erweiterungen wie Instrumentenflug und Nachtflug
- Weltweit in ICAO-Staaten anerkennbar
Die rechtliche Grundlage bildet Part-FCL der europäischen Luftfahrtvorschriften.
Quelle: EASA, Commission Regulation (EU) No 1178/2011 – Part-FCL.
Voraussetzungen für die Ausbildung
Die Einstiegshürden sind bewusst moderat. Wichtig ist vor allem Motivation, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen.
- Mindestalter 16 Jahre zum Ausbildungsbeginn
- 17 Jahre für die Lizenzprüfung
- gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Class 2
- ausreichende Kenntnisse der deutschen oder englischen Sprache
- Zuverlässigkeitsüberprüfung nach deutschem Luftsicherheitsgesetz
- Flugfunkzeugnis (BZF) – wird parallel zur Flugausbildung erworben
Quelle: EASA, Part-MED – Medical Requirements for Pilots, Regulation (EU) No 1178/2011.
Aufbau der Ausbildung
Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung bildet das fachliche Fundament der Pilotenausbildung. Sie vermittelt die Kenntnisse, die erforderlich sind, um ein Flugzeug sicher zu betreiben, Flüge fundiert zu planen und Entscheidungen im Cockpit strukturiert zu treffen.
Bei AAT steht dabei nicht das reine Bestehen der Theorieprüfung im Vordergrund, sondern ein praxisnahes Verständnis der Luftfahrt, das im späteren Flugbetrieb tatsächlich angewendet werden kann.
Ausbildungsfächer (neun Fächer):
Umfang: 100 Stunden Unterricht, bei AAT als Kombination aus 90 Stunden strukturiertem Fernlehrgang und 12 Stunden ergänzendem Präsenzunterricht. Der Präsenzunterricht dient insbesondere der Vertiefung komplexer Themen und der praktischen Einordnung der Theorie in den Flugbetrieb.
Vorteile des Fernlehrgangs: Lernen im eigenen Tempo, klare Struktur, kontinuierliche Wissenskontrolle, optimale Vereinbarkeit mit Beruf oder Studium.
Optionales Flugplanungsseminar: Vorbereitung auf die Überlandflüge der praktischen Ausbildung (praktische Flugplanung, Navigation und Streckenflug, Wetterbeurteilung, Entscheidungsprozesse). Freiwillig, empfohlen.
Bereit für den Weg zur Privatpilotenlizenz?
Besprechen Sie Ihren individuellen Ausbildungsweg im persönlichen Gespräch – oder steigen Sie direkt mit einem Schnupperflug ein.
Praktische Ausbildung
Die EASA schreibt mindestens 45 Flugstunden vor: mindestens 25 Stunden Ausbildung mit Fluglehrer, mindestens 10 Stunden Solo-Flugzeit, davon mindestens 5 Stunden Solo-Überlandflug.
Bestandteil ist ein Solo-Überlandflug über mindestens 150 NM (ca. 270 km) mit Landungen auf zwei fremden Flugplätzen. In der Praxis liegt der tatsächliche Ausbildungsumfang häufig etwas darüber.
1.
Grundlagen des Fliegens
- Steuerung und Flugzeugbeherrschung
- Starts und Landungen
- Platzrundenverfahren
- Notverfahren und Sicherheitsübungen
2.
Fortgeschrittene Flugmanöver
- präzise Fluglagenkontrolle
- Navigation im Nahbereich
- Verfahren außerhalb der Platzrunde
3.
Solo-Phase
- erster Alleinflug als zentraler Meilenstein
4.
Überlandflugausbildung
- Streckenflugnavigation
- Flugplanung und Treibstoffmanagement
- Entscheidungsfindung während des Fluges
- Nutzung verschiedener Flugplätze
Didaktisches Konzept: Jede Flugstunde folgt einem klaren Ablauf – Briefing – Flug – Debriefing. Vor der Mission werden die Inhalte ausführlich besprochen. Während des Fluges erfolgt die praktische Umsetzung. Im anschließenden Debriefing werden Stärken, Verbesserungsmöglichkeiten und Lernerfahrungen systematisch analysiert.
Die Prüfung
Theoretische Prüfung
Bei der für die AAT zuständigen Luftfahrtbehörde (Bezirksregierung Düsseldorf), Multiple-Choice-System.
Praktische Prüfung (Skill Test)
Mit einem zugelassenen Prüfer. Bewertet werden Flugvorbereitung und Flugplanung, Navigation und Streckenflug, Flugmanöver und Flugzeugbeherrschung, Notverfahren sowie die sichere Durchführung von Starts und Landungen. Der Prüfer bewertet insbesondere situatives Bewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, saubere Flugtechnik und strukturierte Arbeitsweise im Cockpit.
Ausbildung im anspruchsvollen Luftraum
Die Ausbildung findet am Flugplatz Bonn-Hangelar statt. Der umliegende Luftraum der Region Köln/Bonn bietet ideale Voraussetzungen: komplexe Luftraumstruktur, intensiver Flugbetrieb, realistische Verkehrssituationen.
Ausbildung bei Advanced Aviation Training
Unsere Ausbildung richtet sich an Menschen, die nicht nur eine Lizenz erwerben möchten, sondern wirklich fliegen lernen wollen. Dafür stehen erfahrene Fluglehrer (viele davon aktive Berufspiloten), ein klar strukturiertes Ausbildungskonzept, moderne Schulflugzeuge und intensive Betreuung während der gesamten Ausbildung.
Wenn Sie sich für die Ausbildung zum Privatpiloten interessieren, beraten wir Sie gerne persönlich. Der erste Schritt beginnt oft mit einem Schnupperflug – und endet nicht selten mit einer eigenen Pilotenlizenz.
Train to proficiency.